V – Der Geist ist willig, aber das Auge ist schwach

Das aus der Bibel entnommene Zitat, vielleicht ein wenig abgewandelt, trifft es am besten. Jeder Direktor, jede Direktorin nimmt sich täglich vor, heute schaue ich mal etwas genauer hin. Aber ist das wirklich zu schaffen?

Zu Beginn, also nach Übernahme eines Hauses, auf jeden Fall. Man kommt mit den Fachkenntnissen der Branche in eine neue Umgebung und nimmt in der Regel sofort einige Dinge wahr, die so nicht passen, die man so nicht weiterführen, sondern optimieren möchte. Das ist der Idealfall. Nach einiger Zeit gesellen sich andere Probleme, Aufgaben, Herausforderungen und tägliche Routine hinzu. Das Auge verabschiedet sich immer weiter von den Dingen, die täglich im Hotel auch als winzig kleine Abläufe passieren. Was passiert nun im Gehirn, ob wir wollen oder nicht? Die vielen winzig kleinen Dinge werden in die große Kategorie Routine einsortiert und verschwinden in einer großen Schublade.

Keinesfalls will ich damit sagen, dass große Projekte nicht angepackt, aufgesetzt, verändert oder angepasst werden. Ich rede von den unendlich vielen, kleinen Sachen, die unseren Hotelalltag beherrschen, zum Funktionieren des Hotels beitragen, hoffentlich zufriedene Gäste produzieren und einen guten Deckungsbeitrag erwirtschaften. Die Kategorie Routine nimmt nach einiger Zeit einen erheblichen Raum in unserem Kopf ein, keinesfalls willentlich, aber dafür automatisch.

Haben Sie sich selbst schon einmal geprüft?

 

Photo: Adobe Stock

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