VI – Ist ein Prozess nicht auch Routine?

Ein Prozess ist die Gesamtheit aufeinander einwirkender Vorgänge innerhalb eines Systems. Das ist die einfache Definition. Erweitert kann man aber ergänzen, dass ein Prozess eine sachlich und logisch verbundene Folge von Aktivitäten ist, die das Ziel hat, einen messbaren Nutzen zu bringen und die alle Beteiligten nach vorher bestimmten Regeln durchführen.

So gesehen gehört ein Prozess zu einer gewissen Routine. Aber zu einer Routine, deren Ablauf vorher gemeinsam so festgelegt wurde, dass diese möglichst effizient, nutzen- und zielgerichtet ausgeführt wird. D.h. es handelt sich um eine kontrollierte und definierte Routine. Gefährlich für das Unternehmensziel sind lediglich die unkontrollierten Routinen, die sich aber, wie im Artikel zuvor erwähnt, im Kopf als Standard abgespeichert haben.

Wie in Artikel V erwähnt, gibt es fast keinen Menschen, der gegen ein gewisses Maß an Betriebsblindheit gefeit ist. Die Personen, denen ein Fehler im System am ehesten auffällt, sind diejenigen, die diesen Standard täglich ausführen und umsetzen müssen. Eine Garantie für Perfektion ist das noch immer nicht. Aber es ist ein Anfang, diese Menschen anzuhören.

Richtig?

 

Photo: Adobe Stock

Neue Beiträge
ProzessmanagementProzessmanagement