XII – Optimierung bereits in der Planungsphase – die Fortsetzung

Solche Schnitzer, wie im vorherigen Artikel beschrieben, können sich nur einschleichen, wenn konsequent ohne externe Hilfe geplant wird. Ein Architekt oder eine Architektin kann unmöglich über die notwendige Kenntnisse verfügen, um ein Hotel so zu planen, dass eine belastbare Basis für wirtschaftlich erfolgreiche Prozesse geschaffen wird. Selbst wenn oberflächliche Kenntnisse vorhanden sein sollten, so fehlt doch die Erfahrung, um die Details zu erkennen, die im täglichen Workflow anfallen.

Beispiel Prozesse. In einem großen, als Business- und MICE-Hotel geplanten Haus, wurde leider vergessen, dass die Küche neben den erforderlichen Kühlhäusern auch ein Trockenlager benötigt. Was ist ein Trockenlager? Diese Frage stand tatsächlich im Raum. Im Handumdrehen  wurde der erforderliche Raum im Kellergeschoss durch eine Umnutzung eingeplant – 55 gewundene Gangmeter von der Warenannahme entfernt, mit einer außen angeschlagenen, 87,5 cm (ohne Aufbau) schmalen Türe, von der wir erst gar nicht reden wollen. Die Küche – wohlgemerkt – befand sich im Erdgeschoss in der Nähe der Warenannahme.

Bitte malen Sie sich selber den unglaublichen Zeitaufwand aus, der täglich für Beschickung des Lagers sowie die Versorgung der Küche angefallen wäre. In Zeiten eklatanten Personalmangels sind überschlagene 86 Stunden p.a. ein Problem.

Sehen Sie das genauso?

 

Photo: Adobe Stock

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