XIX – Optimierung im Bestand – die Fortsetzung

Wie in den meisten Hotels, ist die Beobachtungsphase eine wichtige Orientierung für eine externe Unterstützung. Hier werden die meisten Stolpersteine, Unwegsamkeiten und Probleme erkannt. Ergänzt werden diese Beobachtungen später in Phase zwei durch die Gespräche mit den Mitarbeitern*innen. Mit Abschluss dieser Phase ergibt sich bereits ein recht scharfes Bild von den Ansatzpunkten für jegliche Optimierung oder Prozesserstellung.

Aber bleiben wir doch noch ein wenig bei einem Beispiel aus dem Housekeeping in einem anderen Projekt: Während einer meiner Rundgänge beobachtete ich zwei Mitarbeiterinnen des HSK, wie sie Wäsche aus einem der frisch angelieferten Container erst in Regale umschichteten, nur um sie dann wieder von dort in andere Container zu packen. Auf meine Nachfrage erzählten sie, dass sie die Container für die Versorgung der einzelnen Etagen packen. Da die Wäscherei aber die Wäsche wahllos in die Container verteilte, müssten sie sich erst einen Überblick verschaffen, indem sie die Wäsche in die Regalen verteilten, um sie dann abgezählt für die Etagen fertigzumachen. Würden sie die Wäsche direkt in die Container umpacken, müssten sie pausenlos nachzählen und zudem läge die Wäsche dann auch dort durcheinander. Wie sich herausstellte, war dieser Vorgang in den Augen aller Beteiligten schlicht zur Routine geworden.

Einen Anruf und ein persönliches Gespräch weiter, war die Wäscherei sofort bereit, die Einzelteile geordnet in die Container zu legen. Investition: Null. Ersparnis: hochgerechnete 312 Stunden p.a..

Das lohnt sich doch, oder?

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