XVI – Was man so alles entdecken kann

Viele kleine Schlaglöcher ergeben eine schlechte Straße. So könnte man es ungefähr bezeichnen, was täglich in vielen Hotels passiert. Es handelt sich nicht um etwas grundlegend Falsches. Aber viele Workflows werden durch unnötige Wanderungen der Mitarbeiter*innen quer durch das Gebäude verlängert?. Abläufe werden in die Länge gezogen, da Dinge zweimal angefasst werden, wo einmal reichen würde. Aufträge werden erst nach einer zu langen Frist erledigt, da die Kommunikation nicht klappt etc. All diese Vorgänge bauen im Laufe des Tages eine respektable Zahl an Minuten oder sogar Stunden auf, die überflüssigerweise in einen Workflow ohne Prozess investiert wurden.

Während der im letzten Artikel genannten ersten Beobachtungsphase bin ich stets sehr eng mit dem Hotelbetrieb verknüpft und schaue mir gerne als eine der ersten Handlungen das Backoffice an, welches für gewöhnlich ein Dreh- und Angelpunkt für Informationen ist. Hier interessiert mich zunächst der Turm mit den Ablagekästen, der ein verwachsener Bestandteil eines jeden Backoffices zu sein scheint. Die meist handschriftlich ausgefüllten Namensschilder geben an, für wen oder welche Abteilung der enthaltene Papierberg bestimmt ist. Neben aktuellen Function Sheets und der Post finde ich sehr häufig quadratische, in teils unleserlicher Handschrift geschriebene Zettelchen, von denen ab und an einer, durch den nachgeschobenen Papierwust, an die Rückwand gedrückt und nie wiedergefunden wird.

Was da wohl schon alles an Aufträgen und Informationen verloren ging?

 

Photo: Adobe Stock

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