XVIII – Optimierung im Bestand

In der bereits erwähnten Beobachtungsphase zu Beginn einer Prozessoptimierung schaue ich wirklich in jede Ecke des Hauses und spreche auch Mitarbeiter*innen an, die gerade einer Betätigung nachgehen, über die ich gerne mehr Informationen hätte.

Da waren es beispielsweise in einem Fall die für meine Begriffe etwas zu häufigen Besorgungsgänge eines Kochs oder eines/r Auszubildenden in den Keller, um irgendeinen Artikel aus einem Kühlhaus oder dem Trockenlager zu holen. Es fehlten schlicht ein Handlager sowie ein kleines Tageskühlhaus in der Küche. Dafür fand man aber reichlich Platz für einige Hortenwagen nebst GN-Blechen und Behältern in jeder Größenordnung. Vor dem Seiteneingang der Küche befand sich aber ein Abstellraum, in dem Artikel aus verschiedenen Abteilungen scheinbar ungeordnet gelagert wurden. Was also machen? Nach zwei Meetings fand sich plötzlich andernorts Platz für den Gemischtwarenladen in diesem Raum, sodass die Hortenwagen sowie die GN-Behälter umgesiedelt und an dieser Stelle eine kleine Kühlzelle sowie ein Handlager Platz fanden. Amortisation durch die gesparte Zeit: 2,5 Jahre.

Wie sich herausstellte, hatte der Küchenchef schon länger um einen solchen Umbau gebeten, allerdings ohne Erfolg. Erst der schriftliche Bericht von außen brachte die Initialzündung.

Warum geht das nicht ohne Druck?

Neue Beiträge
ProzessmanagementProzessmanagement